Grimmig Abbruch - HeddesheimAbbruch, Abriss, Entkernung, Erdarbeiten -

Glossar Sanierung

Sanierung

Unter Sanierung versteht man die baulich, technische Wiederherstellung oder Modernisierung eines Bauwerks, um Schäden zu beseitigen, den Wohnstandard zu erhöhen, den Enrgieverbrauch zu senken (energetische Sanierung) oder die Nutzung anzupassen. Ziel einer Sanierung ist somit die Wiederherstellung oder Verbesseung des nutzbaren Zustands des Gebäudes.

Selektiver Rückbau

Hier wird das Gebäude nur teilweise abgebrochen, Teile bzw. Abschnitte des Gebäudes bleiben erhalten. Meist kommen hierbei mehrere Abbruchverfahren an einem Projekt zur Anwendung. Durch die schonende Demontage der einzelnen Abschnitte, ist die spätere Verwendung der verbleibenden Bausubstanz bedenkenlos möglich.

Schadstoffsanierung

Unter Schadstoffsanierung versteht man die Sanierung von Räumen oder Gebäuden, die durch Schadstoffe belastetet sind. In öffentlichen Gebäuden ist eine Sanierung vorgeschrieben, wenn bestimmte Richtwerte in der Innenluft  überschritten werden.

Bei der Modernisierung oder beim Abriss von Bauwerken und technischer Anlagen können durch die Freisetzung von Gefahrstoffen Gesundheitsgefährdungen auftreten. Zur Regelung mit dem Umgang dieser Stoffe, schreibt der Gesetzgeber vor, die Schadstoffe vor Baubeginn zu ermitteln (Ermittlungspflicht) und die Schadstoffsanierung nur durch zugelassene Unternehmen durchführen zu lassen.

GRIMMIG Abbruch ist zugelassen für die Sanierung sowie den ordnungsgemäßem Rückbau von folgenden Schadstoffen:

  • Asbestsanierung von starkgebundenen Asbest nach TRGS 519
  • Künstliche Mineralfasern (KMF) Sanierung nach TRGS 521
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB) und Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) Sanierung nach TRGS 524, 551 sowie nach BGR 128

Glossar Schadstoffe

Asbest

Asbest ist die Sammelbezeichnung für sechs Arten natürlich vorkommender silikatischer  Mineralien.  Für die bekannt gewordenen Gesundheitsschäden haben Chrysotil und Krokydolith die weitaus größte Bedeutung. Der Name Asbest wurde aus dem griechischen „asbestos“ abgleitet und bedeutet so viel wie „unauslöschlich“.

Beim Umgang mit Asbest und dem Bearbeiten asbesthaltiger Materialien werden Asbestfasern freigesetzt. Mit einer Faserlänge von größer 5 μm und einem Durchmesser von max. 3 μm gelangen Asbestfasern in die Lungenbläschen und können schon bei geringer Belastung die so genannte Asbestose auslösen.

Asbest wurde als Baumaterial in den 70er Jahren verwendet:

  • Im Brandschutz als Brandschutzklappen, Trägerverkleidung als Spritz- u. Promasbest
  • Zur Herstellung von Asbestzement
  • Dach- und Fassadenverkleidung als Wellasbestplatten
  • Schindeln und Fensterbänke
  • Rohrleitungen im Hoch- und Tiefbau
  • Fugenmaterial
  • Fußbodenbeläge als Vinylflexplatten
  • Duschkabinen, Trennwände u. Lüftungskanäle

Asbest kommt in der Natur als verfilzte, faserige Form mineralischer Silikate vor und wird direkt aus dem asbestführenden Gestein gewonnen.

Künstliche Mineralfasern (KMF)

besitzen ähnliche technische Eigenschaften wie Asbest. Wie Asbest setzen sie lungengängige Fasern frei. Diese Fasern können je nach Zusammensetzung nicht oder unterschiedlich stark krebserzeugend sein.

Als künstliche Mineralfasern (KMF) bezeichnet man anorganische Synthesefasern. Diese werden aus der mineralischen Schmelze über unterschiedliche Düsen- oder Schleuderverfahren gewonnen. Zur Herstellung von Glaswolle werden z.B. Mischungen aus Flaschenglas oder Fensterglas (ca. 60%) mit Sand, Soda und Kalk sowie Zusätzen von Chemikalien und Flussmitteln verwendet.

Glas und Steinwolle findet eine breite Anwendung für Wärmedämmung, Kälteschutz, Brandschutz und für die Schallisolation. Sie werden als Platten, Matten, Filze, lose Schüttungen oder Schichtungen an Dächern, Decken, Wänden, Rohr- oder Lüftungsleitungen eingesetzt. Glaswolle ist meist gelb, Steinwolle grau.

Polychlorierte Biphenyle (PCB)

finden sich zum Beispiel in Dichtungsmassen von Gebäuden und Fensterfugen. Dort wurden diese verwendet, um den Dichtstoffen Dauerelastizität zu verleihen, Versprödungen zu vermeiden und Schimmel zu hemmen.

In Transformatoren und Kondensatoren wurden PCB-haltige Öle als Isolier- und Kühlmittel genutzt. Die Gefährlichkeit von PCB liegt in dem krebserzeugenden Potenzial, insbesondere im Falle von Bränden kann das Ultragift Dioxin entstehen.

Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

sind u. a. in teerhaltigen Klebstoffen, Farben, Bitumenerzeugnissen (Straßenasphalt), Fußbodenbelägen oder auch Dachpappen enthalten und können ebenfalls krebserzeugend wirken.

Glossar Abbruch

Abgreifen

Mechanische oder hydraulische Greifgeräte fassen das aus dem Verband zu lösende Bauteil und greifen es ab.

Brennschneiden

Das abzubrechende Bauteil wird an der Trennstelle erhitzt und unter Zuführung eines Sauerstoffstrahls oxidiert.  Hier gibt es noch verschiedene Möglichkeiten wie z.B. Plasmaschneiden, Brennschneiden mit Sauerstoffkernlanze, Brennschneiden mit Pulverschneidbrenner sowie Hochdruckwasserschneiden.

Demontieren

Bauteile werden durch lösen der Verbindungen voneinander getrennt (zerstörungsfrei ausgebaut).

Einschlagen

kann manuell durch Vorschlaghämmer oder maschinell durch Seil geführte Stahlkörper (Abbruchbirne oder -kugel) durchgeführt werden.

Eindrücken

und Umdrücken von Bauwerken oder Bauteilen erfolgt mit Hilfe manuell oder maschinell geführter Druckwerkzeuge.

Einziehen

von Bauwerken oder Bauteilen erfolgt manuell mit Winden oder aber maschinell mit Seilzug aber auch durch Bagger mit geeignetem Abbruchausleger.

Stemmen

Der Vortrieb beim Stemmen erfolgt durch elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch angetriebene Hämmer, die manuell oder maschinell geführt werden.

Preßschneiden (Pulverisieren)

Die Zangenförmig angeordneten Backen werden hydraulisch  zusammengedrückt und zerpressen (Pulverisieren) das zwischenliegende Bauteil.

Scherschneiden

Die scherenförmig angreifenden Backen werden hydraulisch zusammengedrückt und scheren das zwischenliegende Bauteil ab.

Spalten

In vorher erstellte Bohrungen werden hydraulisch angetriebene Pressen oder Keile eingesetzt,  die durch das Einleiten von Druckkräften das Bauteil spalten.

Sprengen

Bauwerke und Bauteile werden teilweise oder vollständig zerteilt oder zum Einsturz gebracht. Als Sprengmittel dienen Explosivstoffe, die mittels Zündern zur Detonation gebracht werden. Für die Sprengtechnik gilt die DIN 20163.

Sägen

werden lagenunabhängig zum Trennen der Bauteile aus Beton und Mauerwerk eingesetzt. Hier gibt es noch verschiedene Möglichkeiten wie z.B. Seilsägen, Fugenschneiden, Kettensägen etc.

Diese Abbruchverfahren werden oft in kombinierter Form bei Abbrucharbeiten angewendet um Schäden an Gebäuden oder zu erhaltenen Bauteilen zu vermeiden.